In Motegi 340 mm-Bremsscheiben Pflicht

09.10.2015

Für die Rennstrecke, die den Bremsen am meisten abverlangt, sieht das Reglement bei den MotoGP-Rennen größere 340 mm-Bremsscheiben vor

An diesem Wochenende findet auf der Motegi-Rennstrecke das 15. Rennen der MotoGP-Weltmeisterschaften statt. Die im Jahre 1997 vom Honda-Konzern gebaute Rennstrecke besteht aus zwei eigenständigen Rundkursen: einem 2,4 km langen Ovalkurs und einem 4,8 km langen Straßenkurs. Auf letzterem, auch als Twin Ring (Doppelring) bekannt, liefern sich die Fahrer aus der Königsklasse heiße Kämpfe.


 
 

Der Twin Ring weist wenige schnelle und viele langsame Kurven auf. Dazwischen liegen gerade Streckenabschnitte von mittlerer Länge. In jeder Runde müssen die MotoGP-Fahrer 5 Kurven (1, 5, 9, 10 und 11) mit einer Geschwindigkeit unter 100 km/h anfahren.

Da sehr viele Kurven im 2. Gang zu bewältigen sind, "kleben" die Fahrer sehr lange auf den Bremsen: 4,4 Sekunden in Kurve 11, 4,1 Sekunden in Kurve 3 und 4 Sekunden in Kurve 1, um nur die wichtigsten zu nennen.

In der Folge können die Bremsscheiben zwischendurch nur sehr schwer abkühlen.

Dazu kommt der gute Grip, wodurch das Bremsmoment noch besser auf den Boden übertragen werden kann.


 


 

Somit steigt auch die Beanspruchung der Bremsen.
Aus diesem Grund ist der Twin Ring Motegi die Rennstrecke, die der Bremsanlage am meisten abverlangt. Das Reglement des Motorradweltverbands (FIM) hat daher für dieses MotoGP-Rennen zwingend 340 mm-Bremsschreiben vorgeschrieben. Auf den anderen Strecken können die Teams hingegen zwischen Scheiben mit 320 mm und 340 mm wählen.
 
Brembo hat die Bremsscheiben mit größerem 340 mm-Durchmesser im Jahre 2013 eingeführt. Im Vorjahr hat die FIM die 340 mm-Bremsscheiben für Motegi vorgeschrieben und als Option für Montmelo und Sepang festgelegt. Aber im Mai wurde das Reglement auf Anfrage der Safety Commission geändert und die Verwendung der 340 mm-Bremsscheiben auf allen Strecken erlaubt. Ausnahme ist Motegi, wo die 340 mm auch weiterhin Pflicht sind.

 

 

In diesem Jahr haben sich 96% der MotoGP-Fahrer für die höhere Leistung, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Innovation von Brembo - der unumstrittenen Nummer eins der Welt - entschieden. So konnte Brembo im letzten Vierteljahrhundert 23 MotoGP/500-Weltmeistertitel verbuchen.